Klein Jasedower Filmtage: Programm
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| Freitag | |
| 20:00 Eröffnungsfilm | |
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Farmer John – Mit Mistgabel und Federboa Taggart Siegel, 82:00 min, ausgezeichnet mit über 30 Preisen auf diversen internationalen Filmfestivals Die faszinierende Lebensgeschichte des Künstlers und Großfarmers John Peterson aus Caldedonia, Illinois: John ist mit Leib und Seele Landwirt. In dritter Generation bewirtschaftet er den Hof seiner Familie unweit von Chicago. Seine künstlerische Ader und sein unkonventionelles Auftreten machen ihn jedoch von Anfang an zum Außenseiter in der ländlichen Heimatgemeinde. In den 60er Jahren wird seine Farm zur beliebten Hippie-Community, bis persönliche und wirtschaftliche Zäsuren ihn dazu zwingen, einen Großteil seines Besitzes zu verkaufen. Doch trotz aller Rückschläge findet John immer wieder die Kraft und den Mut, ein neues Kapitel seines Lebens aufzuschlagen. Ein Film mit Happy End, der Mut macht, seinen Visionen treu zu bleiben. |
| Samstag | |
| 10:00 Kurzfilmblock | |
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Steppenwölfe Daniel Sager, 21:00 min Bernd und Hardy leben auf der Straße. Während Bernd sich in diesem Leben eingerichtet hat und glaubt, Naturverbundenheit aus freiem Willen zu leben, möchte Hardy dieser Hölle so schnell wie möglich entkommen. |
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Liebeslieder Jugendfilm e. V., 12:00 min Den Hamburger Passanten bleibt auch nichts erspart: Jetzt werden sie auch noch aufgefordert, vor der Kamera Liebeslieder zu singen. Während dieses Kapitel für einige ”zu lange her ist”, singt eine Obdachlose ”Schön ist es auf der Welt zu sein”. Fazit: Die Liebe ist ein seltsames Lied. |
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51 Euro Enkelejd Lluca, Marco Eisenbarth, 11:00 min Sefu Okpara, ein seit acht Jahren in Frankfurt lebender Immigrant aus Simbabwe steht kurz vor der Abschiebung. Mit allen Mitteln versucht er dies zu verhindern, um in seiner neuen Heimat Deutschland bleiben zu können. Doch die Hürden des neuen Bleiberechts scheinen unüberwindbar. |
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Ein Augenblick Alice von Gewinner, 12:20 min „Aus den Wolken muss es fallen / Aus der Götter Schoß das Glück / Und der mächtigste von allen Herrschern ist der Augenblick“, schreibt Schiller in seinem Gedicht „Die Gunst des Augenblicks“. In einer leeren Wohnung ist sie. Im Flur ist er. Die Verbindung ist ein Türspion. Gefangen ist sie in ihrer ganz eigenen Welt, erstellt für ihn – und nur für diesen einen Augenblick. |
| 12:00 | |
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Erklär mir Liebe Dokumentarfilm von Florian Aigner, 70:00 min In „Erklär mir Liebe“, einem filmischen Essay, wird sensibel und ohne Partei zu ergreifen der Frage nachgespürt, welche Fliehkräfte Menschen auseinander treiben. Vier Elternpaare berichten von der großen Liebe, vom Geschlechterkampf und vom schwierigen Sich-Zusammenraufen als Eltern nach der Trennung. |
| 14:00 Kurzfilmblock | |
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Freies Land Hannes Treiber, 23:40 min Sommer 1983: In einer Zeit, in der das DDR-System vor keinen Mitteln zurückschreckt, gegen Andersdenkende vorzugehen, traut sich der mecklenburgische Pfarrer Uwe, seine Ideale von Freiheit offen zu äußern und zu verteidigen nicht ohne seine Familie und sich selbst zunehmend zu gefährden. Als seine Frau die Bedrohung kaum noch aushält, steht Uwe vor einem Konflikt, der zur Zerreißprobe für die ganze Familie wird. |
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Ich bin‘s Helmut Nicolas Steiner, 11:40 min Helmut feiert seinen 60. Geburtstag. Er ist 57. Seine Frau, die Gertrud, hat sich verrechnet. Während die Fassade der kleinbürgerlichen Häuslichkeit allmählich bröckelt, schauen alte Freunde vorbei, holen die Vergangenheit in die Zukunft und verteilen gut gemeinte Ratschläge – eine skurrile Liebeserklärung an die Vergänglichkeit. |
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Es wird einmal gewesen sein Anca Miruna Lazarescu, 27:00 min In einer kleinen Kirche in Halberstadt in Sachsen-Anhalt spielt eine Orgel das Stück „Organ2/ASLSP“ des Avantgarde-Komponisten John Cage so langsam wie möglich – Tag und Nacht ohne Unterbrechung bis zum Jahr 2640. Auf humorvolle, doch gleichzeitig nachdenkliche Weise zeigt der Film verschiedene Blickwinkel auf dieses außergewöhnliche Projekt. „Es wird einmal gewesen sein“ ist ein Film voller bewegender und humorvoller Momente, der sich auf besondere Weise der Frage nach der Wahrnehmung von Zeit widmet. |
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Land gewinnen Marc Brummund, 20:30 min Seit Jahren lebt Andrej mit seiner Familie illegal in Deutschland. Als sein Sohn ins schulfähige Alter kommt, kann er sich nicht länger verstecken. Mischas Zukunft steht auf dem Spiel. |
| 16:00 | |
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Alle meine Väter Dokumentarfilm von Jan Raiber, 90:00 min, Perspektive Deutsches Kino Berlinale 2010, Nachwuchsförderpreis Fünf Seen Festival, Internationales Dokumentarfilmfestival Amsterdam Ein junger Mann macht sich auf die Suche nach seinem leiblichen Vater und bringt dadurch, zu seiner eigenen Überraschung, ein gut gehütetes Familiengeheimnis ans Licht. Im weiteren Verlauf entwickelt sich eine Geschichte über Wahrheit, Mut und Verantwortung, die nicht mehr aufzuhalten ist und das Leben von drei Familien durcheinander bringt. |
| 18:00 Kurzfilmbock | |
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Glebs Film Christian Hornung, 27:00 min, Gleb betreibt einen kleinen Friseursalon in Hamburg-Altona. Es ist das einzige Geschäft in der Straße und für viele seiner älteren Kundinnen ist ein Besuch bei ihm der Höhepunkt des Tages. Diese Einsamkeit der Menschen beschäftigt Gleb sehr, gleichzeitig beflügelt sie aber auch seine Phantasie. Während er Dauerwellen legt und Wimpern färbt, erzählt er seine Idee für einen Film: Es geht um einen unglücklichen Mann, eine einsame Frau und um einen Friseur, dem natürlich eine ganz besondere Rolle zufällt. Dank der regen Anteilnahme von Glebs Zuhörerinnen nimmt die Geschichte oft überraschende Wendungen und liefert den Rahmen für das filmische Porträt eines leidenschaftlichen Erzählers. |
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Yuri Lennon‘s Landing on Alpha 46 Anthony Vouardoux, 4:59 min, Silberner Leopard in Locarno 2010 Nach der Landung auf einem Jupiter-Mond ist Yuri Lennon, ein Kosmonaut mit der Mission, dort die Quelle der auf der Erde empfangenen Signale ausfindig zu machen, mit einem außergewöhnlichen Paradoxon konfrontiert. |
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Zwei Zimmer, Balkon Enno Reese, 32:00 min Tom ist verzweifelt. Seine Freundin Kathrin hat ihn rausgeschmissen, damit er sich endlich auf die Suche nach einer gemeinsamen Wohnung macht. Doch schon bei der ersten Besichtigung merkt Tom, dass er als studentischer Single nicht viel zu bieten hat. Als er auf Nola trifft, die ihn kurzum als ihren Verlobten ausgibt, fassen die beiden einen Plan. Eine kurze, turbulente Komödie mit Screwball-Elementen über eine fast unmögliche Wohnungssuche in München. |
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Time‘s up Marie-Catherine Theiler und Jan Peters, 15:00 min In den wenigen Sekunden eines Autounfalls werden die schwangere Marie-Catherine Theiler und Jan Peters mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert. Plötzlich wird ihnen klar, dass ihre Leben viel zu hektisch geworden sind. Sie beschließen, ihr Leben zu verlangsamen. Aber wie? Während einer humorvollen Reise von einem Zeitexperten zum nächsten stellen die Filmemacher die Fragen, auf die wir alle gern eine Antwort hätten … |
| 20:00 | |
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The Transatlantic Feedback: Monks Dietmar Post und Lucia Palacios, 100 min Der Dokumentarfilm zeichnet ein vergessenes Stück jüngerer deutsch-amerikanischer Popgeschichte detailreich nach. Im deutschen Wirtschaftswunder, dem Gefrierpunkt des Kalten Krieges, gründen fünf in der BRD stationierte amerikanische Soldaten und zwei deutsche Künstler eine Band: Die Monks schnitten sich die Haare kurz, rasierten sich Tonsuren und trugen anstelle von Krawatten Galgenstricke um den Hals. Ihre Musik war minimalistisch und aggressiv, ihre Texte ironisch und radikal, ihre Ästhetik provokant und dadaistisch. Die besondere Situation zwischen Adenauer-Politik und Vietnamkrieg, amerikanischer Pop- und wachsender deutscher Gegenkultur manifestierte sich in den radikalen Anti- Kriegsliedern der Monks und ihrer neuen Mischung von anglo-amerikanischem Pop und deutscher Avantgarde. |
| 22:00 Filmparty | |
| Sonntag | |
| 12:00 Kurzfilmblock | |
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Marivanna Olga Petrova, 5:00 min In ihrem Animationsfilm erzählt Olga Petrova die Lebensgeschichte ihrer Uroma: Vom Leid während Zarismus und Stalinismus, von dem Glück der eigenen Familie – und dem Frieden, am Ende des Lebens sagen zu können, dass man glücklich war. |
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Neuneinhalbs Abschied Halina Dyrschka, 14:00 min Warum kann man den toten Hamster Neuneinhalb nicht wieder anknipsen wie einen Lichtschalter? Und wie kommt er wohl in den Himmel, wo er weiterleben kann? Eine kleine Geschichte über zwei Brüder und die wichtigen Fragen des Lebens, die sich auch so mancher Erwachsener nicht immer beantworten kann. |
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Die Arktis schmilzt Pia Genz (10 Jahre), 4:30 min Das Eis der Arktis schmilzt jeden Tag um einige Zentimeter. Dadurch wird der Lebensraum vieler Tiere kleiner. Zwei Eisbären und ein Walross verlassen deshalb ihre Heimat und landen in einer völlig fremden Umgebung. |
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Keine Kinder Medienwerkstatt Klein Jasedow, 8:00 min Ein modernes Märchen über einen Tyrannen, der Kinder verbietet, und über die Narren Vassilli und Miranda, die sie wieder zurückholen. |
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| 14:00 | |
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Frauenzimmer Saara Waasner, 74:00 min, „Beste Kamera“ Achtung Berlin, „Bester Dokumentarfilm“ Sehsüchte Sie arbeiten im ältesten Gewerbe der Welt und zählen dort selbst zum „alten Eisen“. „Frauenzimmer“ erzählt von drei Berliner Frauen im fortgeschrittenen Alter, die ihr Geld mit Sexarbeit verdienen. Der Dokumentarfilm gibt Einblicke in drei außergewöhnliche Lebensgeschichten und einen teilweise überraschend bürgerlichen Alltag. |
| 16:00 Kurzfilmblock | |
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Shosholoza Express Beatrice Möller, 58:30 min, „Best middle length documentary“ New Berlin Film Award „Zitty Award“ Achtung Berlin 2010 Im neuen Südafrika sind alle gleich: Schwarze, Weiße, Inder und Farbige. Auf einer Zugfahrt im „Shosholoza Express“ begegnen sie den Brüchen ihrer Vergangenheit. 20 Jahre nach Ende der Apartheid ist nichts wie es war, aber auch nichts wie es sein sollte. Auf der Reise durch moderne Stadtzentren, verwahrloste Townships und endlose Weiten erzählt der Film von inneren Grenzen, nicht überwundenen Vorurteilen, unerfüllten Hoffnungen und schwelenden Konflikten. Alle sitzen im selben Zug, aber nicht im selben Abteil. |
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Gömböc Ulrike Vahl, 20:00 min Trabbistemmen, Aalangeln und in der Küche sitzen mit Omi. Stockcars, Gartenfeuerwerk und erste Liebe im Wald. Zentriert um den ländlichen Alltag der beiden ungleichen Kumpels Ronny und Paul fängt der Film viel vom Tempo, der Atmosphäre und den Absurditäten an diesem Ort ein. |
| 18:00 | |
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Breath made visible Ruedi Gerber, 80:00 min, Filmfest Locarno 2010 Seit mehr als sieben Jahrzehnten stellt sich die mittlerweile fast neunzigjährige Anna Halprin die Frage: Was ist Tanz? Ihre Suche nach einer Antwort hat in den USA eine Ära der Experimente in Theater, Musik, Happening und Performance-Kunst eingeleitet und den Tanz neu definiert. Zusammen mit ihrem Mann, dem renommierten Landschaftsarchitekten Lawrence Halprin, entwickelte sie neues Gedankengut, das Generationen von Künstlern beeinflusst hat. Ein beeindruckender Dokumentarfilm über die 90-jährige amerikanische Tanzpionierin Anna Halprin. Mit eindringlichen Bildern und Zeugnissen zeigt der Film Leben und Werk der Tanz- und Performance-Ikone, die Kunst und Leben miteinander verschmelzen lässt. |
| 20:00 Publikumslieblinge | |






















