Mit Tönen sprechen – Improvisations-Seminar

mit Beata Seemann und Klaus Holsten
vom 06.10.2017, 18:00 Uhr bis 08.10.2017, 12:00 Uhr

Musik zu machen, bedeutet im heutigen Verständnis zumeist, notierte musikalische Gedanken eines Komponisten auf einem Instrument wiederzugeben. In jedem von uns steckt aber eine Musik, die unmittelbar im Augenblick entstehen kann, Musik, die sich mitteilt, die träumt, die schreit, die schwingt, die singt, die klagt oder in die Ferne schaut, Musik, die mit dem Nachbarn Kontakt aufnimmt, die für sich selber spricht, Extreme sucht oder Resonanz findet – improvisierte Musik. Wir müssen sie nur in uns aufsuchen, und das ist erlernbar.

• Entwicklung einer persönlichen Tonsprache
• freies Spiel
• Improvisationsspiele in Verbindung mit Klang- und Percussion-Instrumenten
• neue Spieltechniken
• harmonikale Improvisation
• Melodiebildung
• musikalisches Grundwissen, Spontankomposition
• Performance, Improvisation im Unterricht, Methodik

Die Kunst der Improvisation gehörte bis ins 19. Jahrhundert zu jeder musikalischen Grundausbildung. Mit gutem Grund, denn Improvisation macht souverän im Umgang mit Musik: Sie erweitert unsere Fähigkeiten, frei und ausdrucksvoll zu spielen, verhilft zu einer authentischen persönlichen Sprache und stärkt die musikalische Imagination. Ausführende Interpreten werden zu eigenständigen Gestaltern.

Dieser Kurs führt spielerisch und forschend auf eine Ebene, auf der uns bewusst wird, was alles Musik entstehen lässt – Stimmungen, Affekte, Gefühle, Auseinandersetzungen, persönliche Erfahrungen ebenso wie musikalische Grundmuster oder die schlichte Wahrnehmung unserer nächsten und fernsten Umgebung.
 

 Klaus Holsten, 038374-75228

 kh@eaha.org